Wie weit kommen Elektroautos wirklich und wie alltagstauglich ist das Laden?
Inhalt
Warum Laden und Reichweite viele beschäftigen
Der Umstieg auf ein Elektroauto bringt neue Fragen mit sich. Besonders das Thema Laden und die Reichweite beschäftigen viele Menschen, die sich erstmals mit Elektromobilität auseinandersetzen. Das ist völlig normal. Anders als beim klassischen Tanken spielen beim Laden mehrere Faktoren eine Rolle, zum Beispiel der Alltag, das Fahrprofil und die vorhandene Infrastruktur.
Bei Ford Kögler erleben wir täglich, dass Unsicherheiten weniger mit der Technik selbst zu tun haben, sondern mit fehlender Einordnung. Genau hier setzen wir an. Wir erklären verständlich, was wirklich wichtig ist und was im Alltag problemlos funktioniert.
E-Auto zu Hause laden mit Wallbox
Wer eine Wallbox zu Hause installieren möchte, benötigt in der Regel einen dreiphasigen Stromanschluss mit 400 Volt, da nur so eine sichere und schnelle Ladung möglich ist. Viele fragen sich, welche Wallbox die beste für zu Hause ist und aus unserer Erfahrung hat sich gezeigt, dass eine 11 kW Wallbox für die meisten Haushalte die sinnvollste Lösung ist, weil sie über Nacht zuverlässig lädt und keine Anmeldung beim Netzbetreiber benötigt.
Die Kosten für eine 11 kW Wallbox inklusive Installation liegen je nach baulichem Aufwand meistens zwischen 1.200 und 3.000 Euro. Häufig wird auch gefragt, welche Wallbox für zuhause besser ist, 11 oder 22 kW. Eine 22 kW Wallbox ist zwar leistungsstärker, aber genehmigungspflichtig, teurer und wird von vielen Elektroautos gar nicht vollständig genutzt, weshalb sie für Privathaushalte meist keinen echten Vorteil bringt.
Wichtig ist außerdem, wie stark die Zuleitung für eine Wallbox sein muss, da Kabelquerschnitt und Leitungslänge entscheidend für die Sicherheit sind und immer von einem Fachbetrieb geprüft werden sollten. Ebenso relevant ist, welche Absicherung für eine 11 kW Wallbox erforderlich ist. Üblich sind ein eigener Leitungsschutzschalter sowie ein Fehlerstromschutzschalter im Sicherungskasten, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.
Beim Vergleich von einer mobilen oder festen Wallbox zeigt sich, dass eine feste Wallbox für das regelmäßige Laden zu Hause komfortabler, sicherer und langlebiger ist, während mobile Lösungen eher für gelegentliche oder flexible Einsätze geeignet sind.
Unterwegs laden
Von Kunden hören wir oft die Frage, ob man sein E-Auto draußen laden kann, wenn es regnet. Das ist problemlos möglich, denn Elektroautos und Ladekabel sind für den Einsatz im Freien konzipiert und entsprechend geschützt. Ob auf dem Supermarktparkplatz, an der Ladesäule in der Innenstadt oder am eigenen Stellplatz ohne Überdachung, ein Elektroauto lässt sich auch außerhalb des Hauses ohne Einschränkungen aufladen.
Viele fragen uns außerdem, ob ein Elektroauto jeden Tag geladen werden sollte. Aus unserer Erfahrung ist regelmäßiges Laden im Alltag völlig normal und unproblematisch. Wir raten aber dazu, den Akku nicht jeden Tag bis 100 Prozent voll zu laden. Ein dauerhaft sehr hoher Ladezustand kann die Batterie auf lange Sicht stärker belasten. Für den Alltag ist es deshalb sinnvoller, im mittleren Ladebereich zu bleiben und nur vor längeren Fahrten vollständig zu laden.
Wenn ein Elektroauto einmal mit 100 Prozent Ladung stehen bleibt, ist das kurzfristig kein Problem, für längere Standzeiten ist ein etwas niedrigerer Ladezustand jedoch schonender. Genau diese Feinheiten machen den Unterschied zwischen Theorie und Alltag aus, und genau darüber sprechen wir bei Ford Kögler offen und ehrlich in der Beratung.
Wie oft muss ich ein E-Auto wirklich laden?
Die Reichweite eines E-Autos im Alltag
Sie überlegen, ob ein Elektroauto für Sie infrage kommt und ob die Reichweite im Alltag sowie für den Arbeitsweg ausreicht?
Laut dem Bundesinstitut für Bau, Stadt und Raumforschung liegt der durchschnittliche tägliche Pendelweg von Berufstätigen in Deutschland bei rund 34,4 Kilometern für Hin und Rückweg pro Tag.
Mit einer Batterieladung können Elektroautos je nach Modell zwischen 150 und 500 Kilometern fahren. Das hängt stark von der Batterie und der jeweiligen Fahrzeugvariante ab. Als Beispiel schauen wir uns unseren Ford Capri an. Mit einer vollständigen Akkuladung fährt er etwa 500 bis 620 Kilometer weit. Somit können Sie bei durchschnittlicher täglicher Fahrleistung etwa 14 bis 15 Tage fahren, ohne aufzuladen zu müssen. Unseren Alltagscheck haben E-Autos auf jeden Fall bestanden!
Wie weit man im Alltag tatsächlich kommt, hängt vor allem von der Nutzung ab. Im Stadtverkehr ist der Verbrauch meist niedriger, da mit moderaten Geschwindigkeiten gefahren wird und beim Bremsen Energie zurückgewonnen wird. Auf der Autobahn steigt der Verbrauch insbesondere bei höherem Tempo. Auch die Außentemperatur wirkt sich auf die Reichweite aus. Im Winter sinkt sie durch geringere Akku-Effizienz und den zusätzlichen Energiebedarf für die Heizung, während der Effekt im Sommer meist geringer ausfällt.
Ist Stromtanken günstiger als Benzin?
Neben der Reichweite sind natürlich die Kosten der interessante Part. Ist Stromtanken billiger als Benzin?
Das Laden eines Elektroautos, insbesondere zu Hause oder am Arbeitsplatz, ist häufig günstiger als das Tanken eines vergleichbaren Benziners. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Stromtarif, dem Verbrauch und der Ladesituation ab, lassen sich aber gut planen und sind weniger schwankungsanfällig als Kraftstoffpreise.
Wir haben das für Sie einmal verglichen, denn die Kosten machen im Alltag den Unterschied:
Ein typisches Elektroauto verbraucht im Alltag etwa 18 bis 20 kWh Strom auf 100 Kilometer.
Je nach Ladesituation ergeben sich dabei unterschiedliche Kosten.
- Beim Heimladen mit Haushaltsstrom zu etwa 31 bis 36 Cent pro kWh liegen die Kosten bei rund 5,60 bis 7,20 Euro pro 100 Kilometer.
- Beim öffentlichen AC Laden mit Wechselstrom bei etwa 49 bis 69 Cent pro kWh steigen die Kosten auf ca. 8,80 bis 13,80 Euro pro 100 Kilometer.
- DC Schnellladen an High Power Ladesäulen ist mit 39 bis 99 Cent pro kWh am teuersten und liegt je nach Tarif bei rund 7,00 bis 19,80 Euro pro 100 Kilometer.
- Besonders günstig fällt das Laden mit dynamischen Stromtarifen, etwa nachts, aus. Bei 20 bis 25 Cent pro kWh ergeben sich Kosten von ca. 3,60 bis 5,00 Euro pro 100 Kilometer.
Ein vergleichbarer Benziner verbraucht im Schnitt etwa 7 Liter auf 100 Kilometer.
- Bei einem Benzinpreis von aktuell rund 1,80 Euro pro Liter entstehen Kosten von etwa 12,60 Euro pro 100 Kilometer.
Fazit:
Im direkten Kostenvergleich ist das Elektroauto im Alltag meist günstiger als ein vergleichbarer Benziner.
Besonders beim Laden zu Hause oder mit dynamischen Stromtarifen liegen die Kosten pro 100 Kilometer deutlich unter denen eines Benziners. Auch beim öffentlichen AC Laden bleibt das Elektroauto häufig preislich im Vorteil. Insgesamt zeigt der Vergleich jedoch, dass Elektroautos vor allem bei planbarem Laden zu Hause oder am Arbeitsplatz langfristig die günstigere Lösung sind!
Kögler Tipp:
Laden Sie Ihr E-Auto möglichst nachts, denn dann sind die Stromtarife oft günstiger.
Schauen Sie sich in Ihrem Umfeld um und vergleichen Sie die Tarife. Dadurch können Sie viel beim Stromtanken sparen und die Ladekosten möglichst günstig halten.