E-Transporter oder Diesel? Was lohnt sich für Ihre Flotte?
Inhalt
- Elektro- oder Diesel-Transporter: Nicht nur der Kaufpreis zählt
- Beispielrechnung: Fünf Transporter im Handwerksbetrieb
- Laderaum bleibt gleich, bei der Nutzlast gibt es Unterschiede
- Laden im Betrieb oder schnell unterwegs
- Weniger Wartung und keine Kfz-Steuer
- Für wen eignet sich ein E-Transporter?
- Ford E-Transit Custom oder Transit Custom Diesel: Die richtige Wahl für Ihren Betrieb
Auf einen Blick
- In einer Beispielrechnung mit fünf Fahrzeugen, 20.000 Kilometern pro Jahr und fünf Jahren Haltedauer kann eine Elektroflotte bei den Gesamtkosten günstiger sein als vergleichbare Diesel-Transporter.
- Der Ford E-Transit Custom bietet vergleichbaren Laderaum, hat jedoch je nach Variante eine geringere Nutzlast als der Diesel.
- E-Transporter eignen sich besonders für Betriebe mit festen Rückkehrzeiten zum Standort und eigener Lademöglichkeit.
Elektro- oder Diesel-Transporter: Nicht nur der Kaufpreis zählt
Beim Vergleich von Elektro- und Diesel-Transportern schauen viele Unternehmen zunächst auf den Anschaffungspreis. Der E-Transporter ist häufig teurer in der Anschaffung. Für eine wirtschaftliche Entscheidung sollten Betriebe jedoch die gesamten Kosten über die Nutzungsdauer betrachten – also Energie, Wartung, Steuern und mögliche steuerliche Vorteile.
Diese Gesamtkosten werden auch als Total Cost of Ownership (TCO) bezeichnet. Gerade bei mehreren Fahrzeugen in einer Flotte können sich Unterschiede bei Strom- und Kraftstoffkosten deutlich bemerkbar machen.
Beispielrechnung: Fünf Transporter im Handwerksbetrieb
Für eine Beispielrechnung gehen wir von einem Handwerksbetrieb mit fünf Transportern aus. Jedes Fahrzeug wird über fünf Jahre genutzt und fährt rund 20.000 Kilometer pro Jahr. Das entspricht 100.000 Kilometern je Fahrzeug.
Als Vergleich dienen ein Ford Transit Custom mit Dieselmotor und ein Ford E-Transit Custom. Beim Kauf liegt die Elektrovariante zunächst höher: In diesem Beispiel kostet die Elektroflotte rund 20.000 Euro mehr als die Diesel-Flotte.
Im laufenden Betrieb dreht sich das Bild jedoch. Bei einem angenommenen Dieselpreis von 2,20 Euro pro Liter und einem Verbrauch von acht Litern auf 100 Kilometer entstehen über fünf Jahre hohe Kraftstoffkosten. Beim E-Transporter wird mit einem Verbrauch von etwa 27 kWh auf 100 Kilometer und einem Strompreis von 30 Cent pro kWh gerechnet.
So ergeben sich in der Beispielrechnung folgende Kosten:
| Kostenpunkt | Diesel-Flotte | Elektro-Flotte |
| Anschaffungskosten | ca. 160.000 € | ca. 180.000 € |
| Energie über fünf Jahre | ca. 93.000 € | ca. 40.000 € |
| ca. 9.250 € | ca. 4.500 € | |
| ca. 5.000 € | 0 € | |
| ca. 268.000 € | ca. 225.000 € |
Die Werte sind beispielhaft und können sich je nach Fahrzeug, Fahrprofil, Stromtarif und Kraftstoffpreis verändern. Sie zeigen aber: Trotz höherem Kaufpreis kann ein Elektro-Transporter über die Nutzungsdauer wirtschaftlicher sein.
Laderaum bleibt gleich, bei der Nutzlast gibt es Unterschiede
Im Alltag sollen Transporter vor allem praktisch sein. Beim Ford Transit Custom unterscheiden sich Diesel- und Elektroversion im Cockpit und beim Laderaum kaum. Werkzeug, Regalsysteme und Material finden also grundsätzlich in beiden Varianten ihren Platz.
Bei der Nutzlast gibt es jedoch einen wichtigen Unterschied. Ein Transit Custom Diesel mit rund 136 PS kann beispielsweise etwa 1,2 Tonnen Nutzlast bieten. Ein vergleichbarer E-Transit Custom liegt bei rund 0,9 Tonnen. Für Betriebe, die regelmäßig schwere Maschinen, große Mengen Material oder Anhänger bewegen, sollte die Nutzlast deshalb genau geprüft werden.
Der Elektroantrieb hat dafür andere Vorteile: Mit über 400 Nm Drehmoment steht die Kraft direkt zur Verfügung. Das kann besonders beim Anfahren mit Beladung angenehm sein.
Laden im Betrieb oder schnell unterwegs
Ein klarer Vorteil des Diesels ist das schnelle Tanken. Nach wenigen Minuten kann die Fahrt weitergehen. Beim Elektro-Transporter braucht das Laden mehr Planung.
Wer die Fahrzeuge abends am Unternehmensstandort abstellt, kann den E-Transit Custom dort über Nacht per AC-Ladung aufladen. Je nach Ausstattung ist der Akku so in etwa sieben Stunden wieder voll. An einer Schnellladesäule kann der Ladezustand von 10 auf 80 Prozent in rund 40 Minuten steigen.
Für viele Handwerksbetriebe mit regionalen Einsätzen ist das ausreichend. Voraussetzung ist, dass die Fahrzeuge zuverlässig zum Betrieb zurückkehren und eine passende Ladeinfrastruktur vorhanden ist.
Weniger Wartung und keine Kfz-Steuer
Elektro-Transporter haben weniger wartungsintensive Bauteile als ein Diesel. Es gibt beispielsweise keinen Ölwechsel und kein klassisches Mehrganggetriebe. In der Beispielrechnung liegen die Wartungskosten für den E-Transporter über fünf Jahre deshalb etwa bei der Hälfte.
Auch bei der Kfz-Steuer kann der Elektro-Transporter einen Vorteil bieten. Zusätzlich können je nach aktueller gesetzlicher Regelung steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten oder die THG-Quote interessant sein. Hier empfiehlt sich immer eine individuelle Prüfung mit dem Steuerberater.
Für wen eignet sich ein E-Transporter?
Ein Elektro-Transporter wie der Ford E-Transit Custom passt besonders gut zu Unternehmen, die:
- täglich planbare, eher regionale Strecken fahren,
- ihre Fahrzeuge abends am Betrieb laden können,
- niedrigere laufende Kosten nutzen möchten und
- keine besonders hohe Nutzlast benötigen.
Ein Diesel-Transporter bleibt dagegen eine passende Wahl, wenn sehr lange Strecken, spontane Einsätze, hohe Nutzlasten oder regelmäßige Anhängerfahrten zum Alltag gehören.
Ford E-Transit Custom oder Transit Custom Diesel: Die richtige Wahl für Ihren Betrieb
Ob Elektro oder Diesel die bessere Wahl ist, hängt von Ihrem konkreten Einsatz ab. Wer die Fahrzeuge hauptsächlich regional nutzt und am Standort laden kann, profitiert häufig von den niedrigeren laufenden Kosten eines E-Transporters. Für lange Strecken und schwere Aufgaben bleibt der Diesel eine starke und flexible Lösung.
Bei Ford Kögler finden Sie eine große Auswahl sofort verfügbarer Ford Transporter – vom Transit Custom Diesel bis zum E-Transit Custom. Gerne beraten wir Sie auch persönlich dazu, welcher Antrieb zu Ihrem Betrieb und Ihren täglichen Anforderungen passt.

