Ford Transit Custom vs. Mercedes Vito vs. VW Transporter: Welcher Transporter ist die beste Wahl?
Inhalt
- Die drei Modelle im Überblick: Ford Transit Custom vs. Mercedes Vito vs. VW Transporter
- Laderaum und Alltagstauglichkeit der Kleintransporter
- Motoren und Antriebe
- Komfort und Ausstattung
- Ein Vergleich der Kosten: Von der Anschaffung über die laufenden Kosten bis zur Wartung
- Ford Transit Custom vs. Mercedes Vito vs. VW Transporter: Das sind die Vor- und Nachteile der drei Modelle
- Fazit: Welcher Transporter passt zu welchem Einsatz?
Auf einen Blick
- Der Ford Transit Custom überzeugt mit hoher Nutzlast, flexiblen Antrieben und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis – besonders für Handwerksbetriebe.
- Der Mercedes Vito punktet mit hohem Fahrkomfort, sparsamen Dieselmotoren und umfangreicher Serienausstattung für Vielfahrer.
- Der VW Transporter bietet einen ausgewogenen Allrounder, ist jedoch in der Anschaffung teurer als seine beiden Konkurrenten.
Die drei Modelle im Überblick: Ford Transit Custom vs. Mercedes Vito vs. VW Transporter
Alle drei Teilnehmer in diesem Transporter Vergleich gehören der Kategorie der Kleintransporter an. Damit handelt es sich um typische Fahrzeuge im gewerblichen Einsatz, zum Beispiel für Handwerker, Lieferdienste und generell im Fuhrpark von Unternehmen, die ein vielseitiges Nutzfahrzeug benötigen. Rein von den potenziellen Einsatzmöglichkeiten handelt es sich also um direkte Konkurrenz. Wie nah die Fahrzeuge aneinander sind, siehst Du daran, dass der Ford Transit Custom und der VW Transporter T7 weitestgehend baugleich sind. Abweichungen gibt es dann bei der Ausstattung und den Extras.
Die klassische Karosserie für einen Kleintransporter ist der rundum geschlossene Kastenwagen. Alle drei Modelle sind in der Basis in dieser Form verfügbar. Zudem sind alle mit Einzel- oder Doppelkabine erhältlich. Mit Doppelkabine reduziert sich der Laderaum ein wenig, aber Du kannst bis zu sechs Personen transportieren. Diese Variante ist vor allem als Baustellenfahrzeug beliebt.
Die technischen Daten im Vergleich
| Ford Transit Custom | Mercedes Vito | VW Transporter | |
|---|---|---|---|
| Länge | L1 5050 mm, L2 5450 mm | 4895 mm, 5140 mm oder 5370 mm | 5050 bis 5450 mm |
| Ladevolumen | 5,8 - 6,8 m³ | 5,5 - 6,6 m³ | 5,8 - 6,7 m³ |
| Nutzlast | 786 - 1.317 kg | 622 - 825 kg | 757 - 971 kg |
| Anhängelast | 2.000 - 2.800 kg | 2.000 - 2.500 kg | 2.000 - 2.800 kg |
| Motoren | 2,0-Liter-Dieselmotoren, Plug-in-Hybrid mit Ottomotor und E-Motoren | 1,8- und 2,0-Liter-Dieselmotoren, Hybrid mit Ottomotor und E-Motoren | 2,0-Liter-Dieselmotoren, Plug-in-Hybrid mit Ottomotor und E-Motoren |
| Preise | Ab 30.795 Euro (netto) | Ab 30.900 Euro (netto) | Ab 36.780 Euro (netto) |
Laderaum und Alltagstauglichkeit der Kleintransporter
Die Transportmöglichkeiten sind ein zentraler Faktor bei der Anschaffung eines Kleintransporters, und so legen viele Käufer den Fokus besonders auf diesen Punkt. Auch wenn alle drei sich laut den Daten in einem sehr ähnlichen Bereich bewegen, zeigen sich die Unterschiede vor allem im Detail – und diese sind in der Praxis oftmals ausschlaggebend.
Alle drei Kleintransporter gibt es in unterschiedlichen Längenvarianten. Das wirkt sich auf die Ladefläche aus. Jedoch bieten alle reinen Kastenwagen eine Landeraumlänge von mehr als 2,4 Metern. Das ist ausreichend, um drei Europaletten in der Größe 120 x 80 Zentimeter mit allen Fahrzeugen zu transportieren. Entscheidend für eine einfache Beladung mit sperrigen Gütern oder Paletten ist zudem die Laderaumbreite. In diesem Punkt setzen sich der Ford Transit Custom und der VW Transporter mit einer Breite von 1.392 mm zwischen den Radkästen vom Mitbewerber ab. An der schmalsten Stelle misst der Mercedes-Benz Vito etwa 1.270 mm zwischen den Radkästen.
Ebenfalls ein Faktor ist die maximale Nutzlast. Hier bietet Ford mit seinen drei Nutzlastklassen potenziell die höchste Nutzlast. Diese beträgt maximal 1.317 kg und hängt mit der Konfiguration zusammen. In der Klasse 2,8 Tonnen maximales Gesamtgewicht bewegen sich alle drei wieder in einem ähnlichen Spektrum zwischen 622 und 1.032 kg.
Motoren und Antriebe
Die Motoren und Antriebstechnik spielen bei der Wahl eines Transporters eine immer größere Rolle. Du hast bei allen drei inzwischen die Auswahl zwischen verschiedenen Dieselmotoren und Fahrzeugen mit Elektroantrieb. Als Plug-in-Hybrid mit Ottomotor kannst Du hingegen nur den Ford Transit Custom und den VW Transporter erwerben. Beim Ford liegt die elektrische Reichweite bei 44 bis 52 Kilometern, beim VW Transporter sind etwa 90 bis 100 Kilometer elektrisch möglich.
Als Dieselmotoren kommen bei allen drei Marken Aggregate mit 2,0 Litern Hubraum zum Einsatz. Hier steht vor allem die Wirtschaftlichkeit im Fokus, denn viele Transporter legen große Strecken zurück. Ford und VW haben eine Motorenpalette mit 110 bis 170 PS im Angebot, Mercedes-Benz bietet Dir eine etwas größere Auswahl mit 102 bis 239 PS sowie zusätzlich Motoren mit 1,8 Litern Hubraum.
Wenn Du also einen Transporter mit Elektromotor suchst, kannst Du zwischen Mercedes-Benz Vito, Ford Transit Custom oder VW Transporter wählen. Unterschiede gibt es aber auch hier. So ist Ford mit dem E-Transit Custom der einzige der drei Probanden im Transporter Test, der optional einen Allradantrieb bietet. Ansonsten werden alle E-Transporter über die Hinterachse angetrieben.
Komfort und Ausstattung
Auch wenn Transporter primär Arbeitsfahrzeuge sind, spielt der Komfort eine gewisse Rolle. Ergonomische Sitze, Assistenzsysteme oder eine Klimaanlage sorgen für entspannte sowie angenehme Fahrten. Dies ist nicht nur für Lieferwagen, die auf längeren Strecken unterwegs sind, hilfreich, sondern auch Baustellen- und Handwerkerfahrzeuge profitieren von einem gewissen Maß an Komfort.
Besonders umfangreich ausgestattet ist der Mercedes-Benz Vito. Zur Standardausstattung gehören ein Multimediasystem mit 10,25-Zoll-Touchscreen, ein kabelloses Ladesystem, eine Rückfahrkamera sowie eine halbautomatische Klimaanlage und ein Tempomat. Zusätzlich sind eine 360-Grad-Parkkamera sowie ein Fahrassistenz-Paket mit adaptiver Geschwindigkeitsanpassung, Abstandshalter und Lenkassistent verfügbar. Die Airmatic-Luftfederung sorgt beim Vito Kastenwagen für einen hohen Fahrkomfort.
Beim Ford Transit Custom ist eine Klimaautomatik serienmäßig vorhanden. Gegen Aufpreis ist sogar eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik verfügbar. ESP und ein Müdigkeitswarner sind ebenfalls standardmäßig verbaut. Weitere Assistenzsysteme wie eine intelligente Beschleunigungskontrolle, Rückfahrkameras oder ein Notbremsassistent sind über Technologiepakete als Extras verfügbar. Gleiches gilt für die Infotainmentsysteme mit kabellosem AppLink und zusätzlichen USB-Abschlüssen.
Beim VW Transporter sind hingegen standardmäßig zwei USB-Buchsen verbaut und ein Spurhalteassistent gehört zur Serienausstattung. Der VW Transporter besitzt zudem ein digitales Cockpit mit einem Fahrerdisplay sowie einem Infotainment-Touchscreensystem. Eine Klimaanlage ist ebenfalls serienmäßig verbaut, ebenso wie eine Einparkhilfe für hinten und ein Notbremsassistent. Ein Spurhalteassistent sowie das schlüssellose Startsystem mit Zentralverriegelung gehören hingegen zu den aufpreispflichtigen Extras.
Du siehst also, dass sich die verfügbaren Komfortextras durchaus ähneln. Beim Vito sind viele Extras bereits serienmäßig verbaut, während Du bei den anderen Transportern diese über Pakete und die Wunschausstattung selbst konfigurieren kannst.
Ein Vergleich der Kosten: Von der Anschaffung über die laufenden Kosten bis zur Wartung
Für Unternehmen spielt die Wirtschaftlichkeit eines Fahrzeugs natürlich eine zentrale Rolle. Hierbei geht es um die Total Cost of Ownership (TCO), also alle Kosten kombiniert über die Nutzungsdauer des Fahrzeugs. Dazu gehören neben der reinen Anschaffung auch die Kosten für den Treibstoff, die Versicherung und die Kfz-Steuer, sowie Wartungen und der nicht unerhebliche Wertverlust.
Beim Kaufpreis liegen vor allem Ford und Mercedes nah beieinander. Ab etwas mehr als 30.000 Euro zuzüglich Steuer gibt es die Kleintransporter in der Basisausstattung. Für den VW Transporter müssen Interessierte hingegen mindestens 36.780 Euro zuzüglich Steuer hinlegen. Entscheidest Du Dich für den Transit Custom oder den Vito mit Dieselantrieb, gibt es also bei den Anschaffungskosten wenig Unterschiede.
Beim Kraftstoffverbrauch liegen die Dieselmotoren von Ford und VW auf einem Niveau. Die Varianten mit 110 PS Leistung verbrauchen 7,1 bis 8,0 Liter Diesel auf 100 Kilometern, abhängig vom Fahrzeugaufbau und dem Getriebe. Etwas genügsamer zeigt sich der Vito von Mercedes-Benz. Gerade die kleinen Dieselmotoren sind mit einem Verbrauch zwischen 5,9 und 6,2 Litern Diesel auf 100 Kilometern sehr sparsam.
Der Wiederverkaufswert hängt stark von der Konfiguration Deines Kleintransporters ab. Hier zeigt sich, dass beliebte, praktische und weitverbreitete Varianten sehr wertstabil sind sowie sich gut verkaufen lassen. Das bezieht sich zum Beispiel auf die Motoren. Variationen wie der Ford Transit Custom 2.0 EcoBlue Diesel mit 130 PS, aber auch der Mercedes-Benz Vito 114 CDI und der VW 2.0 TDI mit 110 oder 150 PS, sind als robust und langlebig bekannt. Dementsprechend gut lassen sich diese gebraucht verkaufen. Aus diesem Grund hängt der Wertverlust oft mehr an der Konfiguration als an einem bestimmten Modell. Gleichzeitig haben sich bekannte Marken und Modelle wie eben der Ford Transit in der Vergangenheit als besonders wertstabil erwiesen, besonders im Vergleich mit eher selteneren Fahrzeugmarken.
Das hängt auch mit der Verfügbarkeit und dem Preis von Ersatzteilen zusammen. Für Marken mit einer hohen Verbreitung ist es einfacher, Ersatzteile zu beziehen, auch noch viele Jahre nachdem eine bestimmte Serie eingestellt wurde. Jedoch sind Ersatzteile für Ford erfahrungsgemäß eher günstig, während Teile und Reparaturen bei einem Mercedes-Benz vergleichsweise teuer sind.
Ford Transit Custom vs. Mercedes Vito vs. VW Transporter: Das sind die Vor- und Nachteile der drei Modelle
Der Transporter Vergleich zeigt also, dass jeder Hersteller und jedes Modell spezifische Stärken besitzt. Auch wenn diese teilweise recht klein ausfallen, können sie in der Praxis einen großen Unterschied machen.
Für den Ford Transit Custom sprechen die günstigen Ersatzteile, die geräumige Ladefläche mit der hohen Nutzlast, die breite Auswahl bei den Antriebsvarianten sowie die vielen Optionen für den individuellen Ausbau des Laderaums zum Werkstattfahrzeug.
Der Mercedes-Benz Vito hebt sich im direkten Vergleich mit dem Ford Transit Custom oder Vito durch seinen hohen Komfort ab. Ebenfalls sind die Motoren sehr effizient, was sich bei hohen Fahrleistungen rentiert.
Der VW Transporter ist der Allrounder in diesem Transporter Vergleich. Ohne große Schwächen oder spezifische Stärken ist er für alle Aufgaben gut geeignet. Durch die Bekanntheit des Modells und der Marke ist der VW Transporter ebenfalls wertstabil, dafür aber auch teurer in der Anschaffung.
Fazit: Welcher Transporter passt zu welchem Einsatz?
Welches Fahrzeug als bester Transporter für Handwerker gilt, lässt sich absolut schwer sagen, denn vieles hängt von den individuellen Anforderungen ab. Welcher Transporter am besten zu Dir passt, hängt vor allem vom Einsatzzweck des Fahrzeugs ab. Für den Transport schwerer und sperriger Lasten zeigt sich der Ford Transit Custom besonders stark, was ihn als Baustellenfahrzeug und für Handwerkerfahrzeuge prädestiniert.
Außerdem gibt es für den Transit Custom eine große Auswahl an vorgefertigten Werkstattaufbauten, was den Innenausbau erleichtert. Gleiches gilt für den VW Transporter, was aufgrund der Baugleichheit nicht verwunderlich ist. Wer nach einem vielseitigen Handwerksfahrzeug sucht, das individuell zu einem Werkstattwagen ausgebaut werden soll, hat sowohl mit dem Ford Transit Custom als auch dem VW Transporter eine gute Basis.
Dabei ist der Ford in der Anschaffung ein Stück günstiger und aus diesem Grund gilt der Ford Transit Custom bei vielen Betrieben als bester Transporter für Handwerker. Das Modell von VW kommt hingegen häufig in größeren und einheitlichen Fahrzeugflotten zum Einsatz, wenn ein regelmäßiger Austausch der Wagen Teil des Konzepts ist. Hier ist der vergleichsweise hohe Wiederverkaufswert des VW Transporters von Vorteil. Der Mercedes-Benz Vito hat seine Stärken hingegen auf längeren Fahrten. Hier präsentiert sich der Kleintransporter bequem und komfortabel.
Wer den Fokus auf den Komfort legt oder lange Strecken mit dem Transporter zurücklegt, erhält mit dem Mercedes-Benz Vito also ein gutes Gesamtpaket. Dies trifft auf Lieferdienste und Kuriere zu, die oft viele Stunden am Tag auf der Straße unterwegs sind. Abseits davon zeigt dieser Transporter Test, dass alle Modelle gute Fahrzeuge sind, die aber durch den Fokus auf bestimmte Punkte und spezifische Stärken sich besonders für einige Einsatzbereiche eignen.



