Die größte Schwachstelle älterer Ford Ranger ist Rost. Vor allem frühe Fahrzeuge der T6-Generation waren ab Werk nicht ausreichend gegen Korrosion geschützt. Kritische Stellen sind hierbei der Unterboden und Leiterrahmen, einschließlich der Schweißnähte. Eine nachträgliche Konservierung ist kein Nachteil – im Gegenteil, wenn sie fachgerecht ausgeführt und nachvollziehbar ist.
Beim 2.2 TDCi sind seltene, aber schwere Motorschäden bekannt. Ablagerungen an den Einspritzdüsen können im schlimmsten Fall Schäden an den Kolben verursachen. Eine hohe Laufleistung ist dafür keine Voraussetzung: Betroffen waren auch Ranger mit weniger als 50.000 Kilometern. Beim 3.2 TDCi ist dagegen kein vergleichbares Motorproblem bekannt.
Beim 2.0 EcoBlue sollte sich der Blick vor allem auf den im Öl laufenden Zahnriemen richten. Das passende Motoröl und eingehaltene Wartungsintervalle sind hier besonders wichtig. Als generelle Schwachstelle des Ranger gilt der Zahnriemen allerdings nicht.
Hinzu kommen mehrere Rückrufaktionen. Eine davon betrifft den Dieselpartikelfilter bei Rangern aus dem Produktionszeitraum Januar 2014 bis Dezember 2023. Betroffene Fahrzeuge könnten wegen erhöhter Partikelwerte Probleme bei der Abgasuntersuchung bekommen.
Ford spielt bei betroffenen Fahrzeugen eine angepasste Software für die Regeneration des Partikelfilters auf und prüft bei Bedarf den Filter. Bei einigen 2022 gebauten Rangern gab es darüber hinaus einen Rückruf wegen einer möglichen Lockerung an der Lenkung.
Wer einen gebrauchten Ranger ins Auge fasst, kann bei Ford über die Fahrgestellnummer prüfen lassen, ob noch Rückrufarbeiten offen sind.