Eine Überladung ist gefährlich und kein Kavaliersdelikt. Ein überladenes Fahrzeug gefährdet die Sicherheit von Ihnen und anderen Verkehrsteilnehmern. So verlängert sich der Bremsweg, was durchaus zu einem Unfall führen kann. Weiterhin verschlechtert sich das Fahrverhalten. Überladene Transporter reagieren schlechter, sind instabil und weisen unberechenbares Verhalten in Kurven auf.
Zudem erhöht sich der Verschleiß. Die Bremsen nutzen sich schneller ab und das Fahrwerk wird übermäßig belastet. Dies kann sogar zu strukturellen Schäden führen. Auch die Reifen sind durch die Überladung stärker belastet und nutzen sich deutlich schneller ab.
Außerdem drohen bei einer Polizeikontrolle Bußgelder. Bereits bei einer Überladung von fünf Prozent, was bei einem Ford Transit der Nutzlastklasse 290 nur 145 Kilogramm bedeutet, ist ein Bußgeld von 38,50 Euro fällig. Ab einer Überladung von 20 Prozent gibt es zudem einen Punkt in Flensburg.
Weiterhin droht bei einem Unfall der Verlust des Versicherungsschutzes. Versicherer können eine Überladung als grobe Fahrlässigkeit einstufen. In diesem Fall fordert die Versicherung Regress für Schäden an Dritten oder verweigert Ersatz bei Voll- und Teilkaskoversicherungen.
Dabei ist der Faktor der Ladungssicherung nicht zu unterschätzen. Schlecht gesicherte Ladung kann verrutschen und dann vor allem die Achslast beeinflussen. Zusätzlich gilt es, auf die richtige Verteilung des Gewichts im Fahrzeug zu achten. So kann eine verrutschte oder schlecht verteilte Ladung eventuell punktuell die zulässige Achslast überschreiten. Das beeinträchtigt ebenfalls das Fahrverhalten des Fahrzeugs negativ, selbst wenn die maximale Zuladung nicht überschritten ist. Bei Polizeikontrollen wird dies häufig bei Lkw festgestellt und führt zu Bußgeldern.